Energie-Lexikon

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Marktpreis

Angebot und Nachfrage bestimmen auch auf dem Energiemarkt den Preis. Dabei geht es nicht nur um Deutschland: Bevölkerungsreiche Länder wie Indien und China (zusammen 2,5 Milliarden Menschen) brauchen immer mehr Öl, Kohle und Erdgas. Damit wächst die Nachfrage rasant an – und die Preise steigen. Deutschland ist überwiegend auf den Import von Energie angewiesen.


Maßeinheiten

1 kg Steinkohleneinheit (SKE) entspricht 0,7 kg Öleinheit
1 kg SKE entspricht 8,14 Kilowattstunden
1 kg SKE entspricht 29,3076 Megajoule (MJ)
1 Megajoule (MJ) sind 1 Million Joule
1 Gigajoule sind 1 Milliarde Joule
1 Terajoule sind 1 Billion Joule
1 Petajoule sind 1 Billiarde Joule
1 Exajoule sind 1 Trillion Joule



Maximaler Betriebsdruck

Der höchste Innendruck, der mit Rücksicht auf Werkstoff, Betriebstemperatur und störungsfreien Betrieb zulässig ist.


Maximumüberwachung

Technische Einrichtungen, die vollautomatisch den Lastgang eines Betriebes bzw. eines Stromversorgungsunternehmens überwachen. In Abhängigkeit der im Vorfeld gesetzten Prioritäten kann die Maximumüberwachungsanlage stromintensive Verbraucher vom Netz abschalten oder regeln bzw. Stromerzeugungsanlagen einschalten. Maximumüberwachungsanlagen dienen der Reduzierung von Stromspitzen in lastintensiven Zeiten.


Mengenumwerter

Zusatzeinrichtung zu einem Gaszähler, die den gemessenen Volumenstrom vom Betriebszustand in den Normzustand umrechnet.


Mess-, Steuer- und Regelanlagen

Einrichtungen im Erdgasleitungssystem zum Messen des Volumenstroms und ggf. zum Regeln von Qualität, Druck oder Durchfluss des ein- oder ausgespeisten Erdgases.


Mess- und Schaltpreis

Der Mess- und Schaltpreis ist der Preis für den Zähler, die Tarifschaltung und die Abrechnung des Stromverbrauchs bei einem Stromvertrag mit HT-/NT-Tarifschaltung.


Messdifferenzen

Differenz zwischen der Erdgasmenge, die pro Zeiteinheit durch eine Messanlage fließt und derjenigen, die in den Messdatenregistriereinrichtungen der gleichen Messanlage ermittelt und registriert wird.


Messperiode

Messperiode ist eine sich ständig wiederholende Zeitspanne (z.B. 1/4 Stunde oder 96 Stunden), in der die jeweils bezogene elektrische Arbeit erfasst wird, um hieraus die in der jeweiligen Messperiode in Anspruch genommene mittlere Leistung bzw. die Leistungswerte festzuhalten. Die Wiederholung der Messperiode erfolgt entweder in einem Zeittakt entsprechend der vollen Messperiode (z.B. bei den im 15-Minuten-Takt aufeinander folgenden 1/4-Stunden-Meßperioden) oder, bei längeren Messperioden, in einem kürzeren Zeittakt mit sich überlappenden Messperioden (z.B. 60-Minuten-Takt bei der "gleitenden" Feststellung der 96-Stunden-Leistung).


Methanzahl

Der Begriff Methanzahl beschreibt eine Eigenschaft von gasförmigen Kraftstoffen. Hohe Methanzahlen bedeuten geringere Zündwilligkeiten. Bei höherer Zündwilligkeit (also niedriger Methanzahl) steigt die Gefahr der Selbstentzündung und die Klopfgefahr im Motor, analog zur Oktanzahl bei Benzin. Die Höhe der Methanzahl hängt nicht alleine von der Höhe des Methangehaltes, sondern auch von der gesamten Gaszusammensetzung ab.


Mischstrom

Gleichstrom mit überlagertem Wechselstromanteil und sich dadurch periodisch ändernden Echtzeitwerten der Spannung.


Mittellast

Die Lastkurve des deutschen Stromverbrauchs zeigt die Mittellast in den Zeiten zwischen 6 Uhr morgens und 24 Uhr. In dieser Zeit wird über die Grundlast hinaus zusätzlicher Strom verbraucht. Zur Mittellastabdeckung werden bevorzugt Steinkohlenkraftwerke eingesetzt (siehe auch Lastkurve).


Mittelspannung

Mittelspannung dient zur Energieübertragung im regionalen Bereich und auch zur Einspeisung größerer Sondervertragskunden. Der Spannungsbereich liegt zwischen 1.000 Volt und 60.000 Volt (1 kV bis 60 kV). Gebräuchlich sind 10 kV, 20 kV und 30 kV.


Mittelspannungsnetz

Die Mittelspannungsnetze dienen zur Verteilung des Stroms innerhalb von Städten und zwischen den Städten und Dörfern einer Region.


Momentanleistung

Momentanleistung ist der Augenblickswert der elektrischen Leistung.


Müllverbrennung

Müll ist eine Art „nachwachsender“ Brennstoff, da nicht alle Inhaltsstoffe wieder verwertet werden können und der Restmüll nicht beliebig deponiert werden darf. In Müllverbrennungsanlagen wird meist Fernwärme erzeugt, sehr oft im Kraft-Wärme-Kopplungsprozess.