Energie-Lexikon

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A

Abnahmestelle

Der Punkt, an dem das Netz des lokalen Netzbetreibers endet und die Energie an den Kunden übergeben wird. Bei einem Stromanschluss sind je nach technischer Voraussetzung des Netzkunden verschiedene Spannungsebenen möglich.


Abwärme

Neben elektrischem Strom wird bei der Energieerzeugung auch Wärme frei gesetzt; diese wird Abwärme genannt. Die Abwärme kann zu Heizzwecken an den Verbraucher weiter geleitet werden (siehe auch Blockheizkraftwerk BHKW).


AC

AC ist eine Abkürzung für Wechselstrom (von "alternating current").


Agenda 21

Agenda ist ein lateinischer Begriff und heißt sinngemäß: "Was zu tun ist". Im heute üblichen Sprachgebrauch bedeutet Agenda Terminplan, Tagesordnung, Arbeits- oder Aktionsprogramm. 21 steht für das 21. Jahrhundert. Agenda 21 heißt also: "Was auf dem Weg ins 21. Jahrhundert zu tun ist." Und das ist eine Menge, jedenfalls nach Meinung der Staats- und Regierungschefs, die im Juni 1992 zum Gipfeltreffen in Rio de Janeiro zusammenkamen.

Das auf dem Erdgipfel beschlossene Hauptdokument ist die Agenda 21, ein knapp 300 Seiten starkes Aktions- und Handlungsprogramm für nachhaltige Entwicklung in Gemeinwesen, Wirtschaft und Umwelt. Zu den 178 Unterzeichnungsländern gehören Entwicklungsländer und Industrienationen. Auch die Bundesrepublik Deutschland hat sich zu den Zielen der Agenda 21 bekannt.

Was sind die Ziele? Weltweit soll damit der Gedanke der Nachhaltigkeit in der Bevölkerung und bei den Entscheidungsträgern verankert werden. Jedes Land, jede Kommune und jeder Bürger ist danach aufgerufen, sich für eine Verbesserung der Lebens- und Umweltbedingungen einzusetzen und die Lebensgrundlagen nachfolgender Generationen zu erhalten.

Welche Aufgaben hat die Kommune? Die Beteiligung und Mitwirkung der Kommunen ist bei der Verwirklichung der in der Agenda enthaltenen Ziele ein entscheidender Faktor. Als Politik- und Verwaltungsebene, die dem Bürger am nächsten steht, spielt sie eine wichtige Rolle. Den Handlungsrahmen für eine nachhaltige kommunale Entwicklung bildet die in Kapitel 28 niedergelegte Lokale Agenda. Gefordert wird hier, dass die "Kommunalverwaltung in einen Dialog mit ihren Bürgern, örtlichen Organisationen und der Privatwirtschaft eintreten und eine kommunale Agenda 21 beschließen soll". Die Lokale Agenda 21 ist durch drei Dimensionen gekennzeichnet.

  • Erarbeitung eines Handlungsprogramms durch die Gemeinde für eine nachhaltige Entwicklung.
  • Initiierung eines Diskussionsprozesses zwischen den verschiedenen gesellschaftlichen Akteuren (Kommunalverwaltung, Wirtschaft, Kirchen, Umweltverbände, Vereine, u.a.)
  • Systematische Umsetzung in konkrete Handlungsschritte und Projekte.
Aktions-Schwerpunkte

Nach Schätzungen des internationalen Rates für kommunale Umweltinitiation (ICLEI) gab es im Frühjahr 2000 in Deutschland rund 1500 kommunale Initiativen zur Aufstellung einer Lokalen Agenda 21. In diesen Kommunen werden Programme mit unterschiedlichen Schwerpunkten umgesetzt. Klimaschutz und Energie sind die Spitzenreiter der Lokalen Agenda-Themen. Das ist das Ergebnis einer Umfrage des Deutschen Institutes für Urbanistik (difu), an der sich 167 Mitglieder des Deutschen Städtetages beteiligt haben.

Das Ziel der geplanten Maßnahmen ist vor allem eine Reduzierung des CO2-Austoßes. Die Bundesrepublik Deutschland hat sich international verpflichtet, die CO2-Emissionen bis zum Jahre 2005 um 25% zu senken (bezogen auf das Basisjahr 1990) sowie die weiteren Treibhausgas-Emissionen zu reduzieren.



Ah

Ah ist die Abkürzung für Amperestunde.


Allokation

Zuweisung von Erdgasmengen auf einzelne Transportverträge bzw. Erdgaslieferverträge bei gemeinschaftlicher Messwerterfassung in einer Messanlage.


Ampere

Das Ampere ist die Maßeinheit für die elektrische Stromstärke. Benannt wurde das Ampere nach dem französischen Physiker und Mathematiker André-Marie Ampère (1775-1836).


Amperestunde

Die physikalische Einheit der elektrischen Ladung heißt Amperestunde, berechnet aus Stromstärke x Zeit. Die maximal speicherbare Ladung von Akkus und Batterien beispielsweise wird in Amperestunden angegeben.


Anode

Anode (griech.), positive Elektrode (Pluspol), die in Entladungsröhren und elektrolytischen Systemen die von der Kathode ausgesandten Elektronen absorbiert.


Anschlussleistung

Anschlussleistung (Anschlusswert) ist die Summe der Nennleistungen aller beim Anschlussnehmer vorhandenen Einrichtungen einer bestimmten Verbrauchsart.


Anschlussnehmer

Der Anschlussnehmer ist der Eigentümer der an das Versorgungsnetz über den Netzanschluss angeschlossenen Kundenanlage. Ein Vertrag zwischen Anschlussnehmer und Netzbetreiber regelt die Anbindung der Kundenanlage an das Versorgungsnetz einschließlich der Nutzung des Grundstücks durch den Netzbetreiber.


Anschlussnutzer

Der Netzanschlussnutzer ist der Nutzer des Anschlusses. Das kann der Anschlussnehmer, aber auch der Mieter eines Hauses oder einer Wohnung sein. Ein Anschlussnutzungsvertrag zwischen Netzbetreiber und Anschlussnutzer regelt die Rechte und Pflichten hinsichtlich der Nutzung der Kundenanlage zur Einspeisung und Entnahme von Energie.


Arbeit

Die Arbeit ist die ins Netz eingespeiste oder entnommene Energiemenge. Sie wird üblicherweise in Kilowattstunden (kWh) angegeben und als das Produkt aus Leistung und Zeit berechnet.


Arbeitspreis/Verbrauchspreis

Der Arbeitspreis (auch: Verbrauchspreis) gibt bei leistungsgebundenen Energieträgern (Wärme, Erdgas, Strom) den Preis der Energie an, die tatsächlich verbraucht wurde (z. B. Cent/Kilowattstunde). Wird im Haushalt beispielsweise kein Strom verbraucht, muss auch kein Arbeitspreis bezahlt werden – im Gegensatz zum Leistungspreis, der die Kosten der ständigen Lieferbereitschaft (rund um die Uhr) deckt und der anteilig entsprechend dem Abrechnungszeitraum berechnet wird. Der Arbeitspreis wird auf der Rechnung extra angeführt und beinhaltet die Kosten für Energieerzeugung oder Beschaffung, Transport und Verteilung sowie Mehrwertsteuer, Konzessionsabgabe und Ökosteuer.


Ausspeisepunkt

Der Ort, an dem Erdgas, Strom oder Wärme vom Netzbetreiber an den Kunden übergeben wird. Die Verantwortung für die Weiterverwendung der Energie geht damit auf den Kunden über.