EDU bzw. EVU
EDU (Energiedienstleistungsunternehmen) und EVU (Energieversorgungsunternehmen) sind die Abkürzungen für regionale oder kommunale Energieunternehmen. Sie beliefern Haushalte, Handel, öffentliche Einrichtungen, Gewerbe und Industrie mit Energie.
EEG - Gesetz für den Vorrang erneuerbarer Energien
Ist am 1.4.2000 in Kraft getreten und regelt sowohl Abnahme als auch Vergütung von ausschließlich aus erneuerbaren Energiequellen gewonnenem Strom. Ziel ist es, den Einsatz erneuerbarer Energien stetig zu fördern.
Einspeisepunkt
Ort, an dem Erdgas, Strom oder Wasser an ein Unternehmen übergeben wird und Besitz sowie Verantwortung vom Transportkunden auf das Unternehmen übergehen.
Elektron
Unter einem Elektron versteht man ein negativ geladenes, stabiles Elementarteilchen. Bewegen sich Elektronen gerichtet durch einen Leiter, so spricht man von einem Stromfluss.
Elektrosmog
Bei der Stromübertragung entstehen magnetische Felder. Über eventuelle negative Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit sind sich die Wissenschaftler uneins.
Emissionen
Emission bezeichnet die Abgabe von Schadstoffen an die Umwelt. Zu diesen Schadstoffen gehört neben Luftschadstoffen und Staub auch Lärm. Staub, Schwefeldioxid (SO2), Kohlendioxid (CO2), Kohlenmonoxid (CO) und Stickoxide (NOx) sind die bekanntesten Luft-Emittenten. Lärm und Erschütterungen zählen auch als Emissionen. Der Gesetzgeber hat Vorschriften erlassen, um die Menge der Emissionen zu begrenzen.
Energie
Als Energie bezeichnet man die in einem System oder Körper gespeicherte Arbeit sowie das Vermögen, Arbeit zu verrichten oder Wärme abzugeben. Arbeit, Energie und Wärmemenge werden als physikalische Größen gleicher Art angesehen und auch in den gleichwertigen Einheiten Joule=Newtonmeter=Wattsekunde ausgedrückt; je nach Zweckmäßigkeit kann die passende Einheit gewählt werden; z.B. Arbeit (Nm), elektrische Energie (Ws) und Wärmemenge (J oder Ws).
Energieinhalt
Energieinhalt der wichtigsten Primärenergieträger:
1 kg Holz = 14,7 Megajoule (MJ)
1 kg Braunkohle = 15,0 MJ
1 kg Steinkohle = 29,8 MJ
1 kg leichtes Heizöl = 42,7 MJ
1 kg Natur-Uran = 500 Gigajoule (GJ)
1 Kubikmeter Erdgas = 31,7 MJ
Energiesparen
Energiesparen bedeutet unnötigen Energieverbrauch zu vermeiden. Dies kann durch den Austausch von bestehender durch moderne Technik (beispielsweise bei Heizkesseln) oder durch den Einsatz zusätzlicher Technik erreicht werden. Viel Energie geht dadurch verloren, dass durch Wände und Fenster Energie nach außen abgegeben wird. Um dies zu reduzieren, hilft eine optimale Dämmung der Hauswände. Eine weitere Einsparmöglichkeit bietet sich in der Umrüstung auf moderne Erdgastechnik. Hiervon profitiert nicht nur die Umwelt, sondern auch der Geldbeutel: Notwendige Investitionen amortisieren sich meist bereits nach kurzer Zeit über die eingesparten Brennstoffkosten.
Energieträgermix
Die Zusammensetzung der Stromproduzenten aus unterschiedlichen Energieträgern.
Energiewirtschaftsgesetz
Das am 7. Juli 2005 in Kraft getretene Energiewirtschaftsgesetz (EnWG) setzt Richtlinien der Europäischen Union (EU) in deutsches Recht um. Zweck des Gesetzes ist, die möglichst sichere, preisgünstige, verbraucherfreundliche, effiziente und umweltverträgliche Versorgung mit Strom und Erdgas zu gewährleisten. Um einen wirksamen Wettbewerb zu erreichen, schreibt das Gesetz die organisatorische, informatorische, rechnungsmäßige und gesellschaftsrechtliche Trennung des Strom- und Erdgasversorgungsnetzes von den Vertriebsaktivitäten eines Energieversorgungsunternehmens vor. Die Höhe der Netzentgelte wird von der Bundesnetzagentur genehmigt.
Erdgas
Das Erdgas ist vor ca. 600 Mio. Jahren entstanden. Erdgas ist ein Naturgasgemisch, dessen Hauptbestandteil Methan (CH4) ist. Das günstige Verhältnis von Wasserstoff zu Kohlenstoff begründet die Umweltvorteile gegenüber den anderen fossilen Brennstoffen Öl und Kohle. Die Erdgas-Reserven der Welt sind groß genug, um eine auch weiterhin steigende Nachfrage in allen Verbrauchsregionen der Welt zu decken - Schätzungen gehen von einem Potenzial aus, das bis ins Jahr 2160 reicht.
Erdgas H
H steht für das englische Wort "high" (hoch). Dieses Erdgas hat einen Brennwert von rund 12 kWh/m³ (im Normzustand).
Erdgas L
L steht für das englische Wort "low" (niedrig). Dieses Erdgas hat einen Brennwert von ca. 10 kWh/m³ (Im Normzustand).
Erdgasfahrzeug
Viele namhafte Automobilhersteller – wie Citroën, Fiat, Mercedes-Benz, Opel, Renault, Volvo und VW – fertigen heute Erdgasfahrzeuge in Serie. Die Modellauswahl reicht von Pkw und Van über Transporter bis zum schweren Nutzfahrzeug. Erdgasfahrzeuge rechnen sich aufgrund der geringen Treibstoff- und Verbrauchskosten.
Erdgasfeld
Als Erdgasfeld bezeichnet man die natürlichen Erdgasvorkommen. Das erste Erdgasfeld der Welt wurde im Jahr 1815 in einem Salzschacht in Charleston, West Virginia, entdeckt. In Deutschland entdeckte man das erste Erdgas bei einer Wasserbohrung in Neuengamme bei Hamburg im Jahre 1910. In der Bundesrepublik befinden sich die ergiebigsten Erdgasfelder in der nordwestdeutschen Tiefebene, im Weser- und Emsgebiet. Kleinere Mengen lagern im Oberrheintal und im Alpenvorland. Östlich der Elbe liegen die wichtigsten Fundstätten in der Altmarkregion bei Salzwedel.
Erdgashydrat
Feste schneeförmige Verbindung zwischen Erdgas und Wasser, welche bei hohem Druck bis zu einer Temperatur von 20°C stabil ist. Riesige Erdgashydratvorkommen liegen in Sibirien und Alaska.
Erdgasleitungssystem
System aus Erdgastransportleitungen, Verteilungsleitungen, Bezugsanlagen, Mess-, Steuer- und Regelanlagen, Druckabsicherungseinrichtungen, allen relevanten Fernübertragungseinrichtungen und der dazugehörigen Netzleitstelle.
Erdgassteuer
Steuern und Abgaben machen heute im Schnitt etwa 30 Prozent des Erdgas-Endkundenpreises aus. 30 Cent von jedem Euro Ihrer Erdgasrechnung zahlen Sie für Mehrwertsteuer, Erdgas- und Ökosteuer, die Konzessionsabgabe sowie eine anteilige Förderabgabe.
Erdgasübernahmestation
In Erdgasübernahmestationen wird Erdgas aus überregionalen Pipelines mit hohem Druck übernommen. Zur Einspeisung in die regionalen Netze wird das Gas "entspannt", d.h. der Druck wird verringert.
Erdgasversorgung
Für Deutschland ist die Ergasversorgung ein relativ junger Wirtschaftszweig. Als in den Niederlanden Mitte der 60er Jahre große Lagerstätten entdeckt und erschlossen wurden, standen auch für den deutschen Markt größere Erdgasmengen zur Verfügung.
Erdgasverteilungsleitung
Das Leitungsnetz zum Verteilen des Erdgases besteht in der Regel aus Polyethylen (PE)-Rohren. Die Verteilungsleitungen schließen sich ans Transportnetz an und enden beim Hausanschluss.
Erdöl
Das "flüssige Gold" dominiert als Primärenergieträger weltweit die Energieversorgung. Erdöl ist ein Gemisch flüssiger Kohlenwasserstoffe und enthält zwischen 80 und 90 Prozent Kohlenstoff, 10 bis 14 Prozent Wasserstoff, bis zu drei Prozent Sauerstoff und bis zu fünf Prozent Schwefel sowie weitere Spurenelemente.
Erdwärme
Im Inneren der Erde herrschen Temperaturen bis über 6000°C. An manchen Stellen – besonders solchen, an denen die Erdkruste relativ dünn ist – dringt ein Teil dieser Wärme an die Erdoberfläche. Diese Erdwärme kann sowohl zum Beheizen von Gebäuden als auch zur Gewinnung elektrischer Energie benutzt werden; so wird zum Beispiel in Island sämtlicher Strom aus Erdwärme und Wasserkraft gewonnen.
Erneuerbare Energien
Energieträger, die nahezu unbegrenzt zur Verfügung stehen. Dazu gehören beispielsweise Sonne, Wind und Wasser, Biomasse und Erdwärme.
Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG)
Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) regelt den Anschluss, die vorrangige Aufnahme und die Vergütungssätze von Strom aus erneuerbaren Energien und Grubengas. Zweck des Gesetzes ist es, den Anteil der erneuerbaren Energien an der Stromerzeugung deutlich zu erhöhen. Erneuerbare Energien sind Wasserkraft einschließlich der Wellen-, Gezeiten-, Salzgradienten- und Strömungsenergie, Windenergie, solare Strahlungsenergie, Geothermie, Energie aus Biomasse einschließlich Biogas, Deponiegas- und Klärgas sowie aus dem biologisch abbaubaren Anteil von Abfällen aus Haushalten und Industrie.
Erntefaktor
Für den Bau von Energieerzeugungsanlagen wird Energie benötigt. Mit dem Erntefaktor wird angegeben, wie oft eine Anlage die zu ihrer Herstellung benötigte Energiemenge während ihrer Lebensdauer wieder erzeugt.
EU-Energielabel
Haushaltsgroßgeräte müssen seit 1998 mit dem EU-Label ausgezeichnet werden. Auf dem europaweit einheitlichen Etikett finden sich in kompakter Form die wichtigsten technischen Daten - u. a. Strom- und Wasserverbrauch. Die Angaben ermöglichen es, auf einen Blick verschiedene Geräte innerhalb einer Gerätegruppe zu vergleichen und helfen dem Verbraucher, ein energieeffizientes Gerät zu finden.
Für Kühl- und Gefriergeräte, Geschirrspülmaschinen und Waschmaschinen gilt seit 20. Dezember 2010 ein überarbeitetes EU-Label. Das neue EU-Label für Kühl- und Gefriergeräte, Waschmaschinen, Geschirrspüler und Fernsehgeräte kann seit dem 30. November bzw. 20. Dezember 2010 auf freiwilliger Basis verwendet werden. Verpflichtend wird die Kennzeichnung mit dem neuen Label dann ab dem 30. November 2011 (Kühl- und Gefriergeräte, Fernsehgeräte) bzw. 20. Dezember 2011 (Waschmaschinen, Geschirrspüler).