Energie-Lexikon

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G

Gas-Druckregel- und Messanlage

Solche Anlagen bestehen im Wesentlichen aus Gas-Druckregelgeräten, Sicherheits-, Absperr- und Überwachungseinrichtungen, Formstücken, Rohren und – falls erforderlich – Flüssigkeitsabscheidern, Staubabscheidern, Odoriereinrichtungen, Einrichtungen zur Verhinderung von Hydratbildung und Vereisung sowie Einrichtungen zur Messung des Gasflusses. In den Transportleitungen wird das Gas mit einem höherem Druck übertragen, der in den Gas-Druckregel- und Messanlagen für die Ortsnetze reduziert wird.


Gas-Otto-Motor

Ein Gas-Otto-Motor ist eine mögliche Antriebsart in einem BHKW. Im Prinzip funktioniert er wie ein normaler Otto-Motor. Der Unterschied liegt in der Verwendung eines Gasmischers anstelle eines Vergasers. Der Schadstoffausstoß ist sehr gering.


Gas- und Dampfturbinenanlage

Gas- und Dampfturbinenanlagen sind Anlagen zur Stromerzeugung. Bei diesen wird in einem Kessel Dampf erzeugt, aus dem in einer nachgeschalteten Dampfturbine elektrischer Strom erzeugt wird.


Gasbeschaffenheit

Die technischen Regeln für die Gasbeschaffenheit legen die Anforderungen an Brenngase der öffentlichen Gasversorgung fest und stellen Rahmenbedingungen für die Gaslieferung, die Abrechnung, den Betrieb von Gasanlagen und -geräten sowie die Basis für deren Entwicklung, Normung und Prüfung dar. Die abrechnungs- und anwendungstechnischen Anforderungen werden durch die brenntechnischen Kenngrößen sowie chemischen und physikalischen Eigenschaften des Erdgases bestimmt. Erdgas für die öffentliche Gasversorgung wird je nach Methangehalt in die beiden Gruppen Typ L und H unterteilt. Typ H hat einen höheren Methangehalt.


Gasdichte, relativ

Das Verhältnis der Dichte des trockenen Erdgases bezogen auf die Dichte von trockener Luft.


Gasturbine

Eine Gasturbine ist einer der möglichen Antriebe in einem BHKW. Der Aufbau ähnelt dem von Strahltriebwerken, wie sie beispielsweise in der Luftfahrttechnik eingesetzt werden: Luft wird durch Laufräder in einen Kompressor hineingesogen und dann mit einem Druck von 20 bis 30 bar in eine Brennkammer gepresst. In die Brennkammer wird zusätzlich Gas geführt, welches sich dort entzündet. Die entstehenden Verbrennungsgase erhöhen den Druck innerhalb der Brennkammer noch weiter, wodurch Luft und Verbrennungsgase schneller weiter strömen. Hinter der Brennkammer folgen Laufräder, mit denen Generatoren betrieben werden und somit elektrische Energie erzeugt wird. Von der gesamten nutzbaren Energie sind 35% mechanische und 65% Wärmeenergie. Turbinen werden meist dort eingesetzt, wo viel Wärme und weniger Strom benötigt wird: Zum Beispiel in größeren Freibädern, in denen viel Wärmeenergie zum Heizen des Wassers und verhältnismäßig wenig Strom für den Betrieb der Filterpumpen gebraucht wird.


Gasversorgungsunternehmen

GVU ist die Abkürzung für regionale oder kommunale Gasversorgungsunternehmen. Sie beliefern Haushalte, Handel, öffentliche Einrichtungen, Gewerbe und Industrie mit Gas. In Hannover entstand 1826 das erste Gaswerk auf dem europäischen Kontinent, ein Jahr später das zweite in Berlin.


Generator

Der Generator ist der Stromerzeuger in allen fossil befeuerten Dampfkraftwerken, in Gasturbinenkraftwerken und in Kernkraftwerken. Beim Generator handelt es sich um einen rotierenden Magneten (angetrieben durch die Turbine), der den Wechselstrom erzeugt.


Geothermie

Siehe Erdwärme.


Gewerbekunde

Jeder Kunde, der für einen Gewerbebetrieb einen separaten Strom- oder Erdgasvertrag abgeschlossen hat.


Gezeitenkraftwerk

Gezeitenkraftwerke sind Wasserkraftwerke, die die Bewegungsenergie von Ebbe und Flut benutzen. Diese gehören zu den regenerativen Energien. Leider gibt es weltweit nur wenige günstige Bauplätze. Ein Gezeitenkraftwerk steht zum Beispiel in der Mündung der Rance bei St. Malo in Frankreich.


GIS

GIS (Geografisches Informationssystem) ist der Sammelbegriff für Datenverarbeitungssysteme, die grafikgestützte, raumbezogene Daten erfassen, aufbereiten, verwalten und präsentieren.


Gleichrichter

Gerät zum Umwandeln von Wechselstrom in Gleichstrom.


Gleichstrom

Beim Gleichstrom handelt es sich um Strom, dessen Polarität – im Gegensatz zum Wechselstrom – gleichbleibend ist. Konstanter Gleichstrom lässt sich durch elektrochemische Elemente gewinnen. Benötigt wird Gleichstrom unter anderem zur Versorgung elektronischer Schaltungen und Geräte.


Graue Energie

Als graue Energie oder kumulierter Energieaufwand wird die Energiemenge bezeichnet, die für Herstellung, Transport, Lagerung, Verkauf und Entsorgung eines Produktes benötigt wird.


Grundlast

Grundbedarf an Strom, der unabhängig von allen Lastschwankungen besteht. Diese gleichbleibende Grundlast wird von Kraftwerken gedeckt, die rund um die Uhr in Betrieb sind, Tag und Nacht, im Sommer wie im Winter. Wenn sie abgeschaltet werden, um Wartungs- und Reparaturarbeiten auszuführen, ist für Ersatz gesorgt. Solche Grundlast-Kraftwerke sind Braunkohlekraftwerke, die Kernkraftwerke sowie – mit einem wesentlich bescheideneren Beitrag – die Laufwasserkraftwerke an großen Flüssen.
Man unterscheidet außerdem Mittellast und Spitzenlast.


Grundpreis/Verrechnungspreis

Er umfasst die Kosten für Energiebereitstellung, Miete des Zählers sowie Abrechnung. Der Grundpreis bzw. Verrechnungspreis ist ein fester Preis, weil er nicht vom Verbrauch abhängt. Zusammen mit dem Arbeitspreis ergibt er den Strom- bzw. Erdgaspreis.


GuD-Anlage

Siehe Kombikraftwerk.


GVU

siehe Gasversorgungsunternehmen